WordPress-Wochenrückblick KW 44: Überschriften-Hierarchie im Backend, Neuerungen für Entwickler in 4.4 und mehr

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 2 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

In dieser Woche wurde die zweite Beta-Version von WordPress 4.4 veröffentlicht. Zudem wurden Beiträge von den jeweiligen Komponenten-Betreuern veröffentlicht, was sich für Entwickler in WordPress 4.4 ändern wird.

Accessibility

Accessibility-Tests des oEmbded-Features

Das neue oEmbed-Feature, das ab WordPress 4.4 verfügbar sein wird, wurde dem Test-Team übergeben – die Ergebnisse werden noch ausgewertet. Es kann aber jetzt schon gesagt werden, dass die Arbeit mit der neuen Funktion im visuellen Editor für Screenreader-Nutzer nicht gut funktioniert. Das Problem an dieser Stelle scheint der Editor selbst zu sein. Folgende Konversation hat dazu im #accessibility-Slack-Channel stattgefunden (auszugweise):

Andrea Fercia: TinyMCE […] it's a critical area for accessibility, the contenteditable thing has many issues and browsers inconsistencies, some browser/screen reader combos don't even read out the content of the editor
[…]
Joe Dolson: I think it's beyond the scope of anything we can realistically handle for 4.4; the problems go a lot deeper than the oEmbed experience.
[…]
TinyMCE is something that needs some in-depth work, probably upstream as well as in WP.
[…]
Andrew Ozz: sorry to jump in, but TinyMCE's developers should have more resources available now. Perhaps we can ask them for their accessibility improvements plans or give them a list of items that don't work?

Die Behebung der Accessibility-Probleme im Editor, die das Team selbst angehen kann, wird für WordPress 4.6 geplant.

Änderungen der Überschriften-Hierarchie im Backend

Bereits in WordPress 4.3 wurden Überschriften verändert, um die Zugänglichkeit des Backends zu verbessern. Aus h2- wurden h1-Überschriften. Diese Anpassungen sind notwendig, weil Überschriften wichtig für die Struktur einer Seite sind. Nutzer von unterstützenden Technologien nutzen Überschriften, um Seiteninformationen zu finden. Wenn eine Überschriftenebene übersprungen wird, kann das verwirrend sein.

Auf den Backend-Seiten mit Listentabellen, wie beispielsweise der Übersicht aller Beiträge, wurden unsichtbare Überschriften eingefügt, damit Nutzer direkt zu den relevanten Bereichen springen können. Wie das aussieht, seht ihr im folgenden Screenshot: Die umrandeten grauen Überschriften sind visuell versteckt und alle vom Typ h2.

Die versteckten Überschriften in der Beitrag- und Kategorie-Liste. (Screenshot: WordPress.org)
Die versteckten Überschriften in der Beitrag- und Kategorie-Liste. (Screenshot: WordPress.org)

Weitere Informationen zu den Änderungen, unter anderem interessant für Plugin-Entwickler, findet ihr in dem Beitrag von Andrea Fercia auf Make/Core.

Core

Multilingual

Im dieswöchigen Multilingual-Meeting ging es um die Frage, wie Themes oder Plugins die Elemente angeben können, die von Multilingual-Plugins übersetzbar gemacht werden müssen. Diese Informationen können dann die Multilingual-Plugins nutzen, um die Übersetzung zu ermöglichen. Dabei wird es nach dem Vorschlag von Andrea Sciamanna zwei Wege geben, um diese Elemente für die Multilingual-Plugins zu kennzeichnen: Via JSON-Datei oder Filter. Genauere Informationen dazu findet ihr in dem Beitrag im Multilingual-P2.

Verbesserungen am Kommentar-System in 4.4

In WordPress 4.4 wird eine WP_Comment-Klasse eingeführt, die unter anderem das Caching verbessert. Außerdem ist sie Voraussetzung für die anderen Neuerungen im Kommentar-Bereich. Daneben hat die WP_Comment_Query neue Parameter spendiert bekommen, zum Beispiel parent__in und hierarchical. Nähere Infos gibts im Beitrag von Rachel Baker auf Make/Core.

Infrastruktur der REST API im Core

Wie bereits in dem Ankündigungsbeitrag geschrieben, wird die REST API in zwei Schritten integriert. Die Infrastruktur kommt in 4.4, während die Endpunkte erst mal nur über das Plugin verfügbar sein werden. Die Infrastruktur ermöglicht es Entwicklern, eigene APIs für ihre Seite zu bauen. Sie kümmert sich um Routing, Argument-Handling, Serialisation und Deseralisation von JSON und mehr.

Wenn die API bereits in Version 2 genutzt wird, muss vor einem Core-Update auf die Beta 5 oder später aktualisiert werden. Diese Version nutzt die Infrastruktur aus dem Core, sofern vorhanden. Die früheren Beta-Versionen sind nicht kompatibel mit WordPress 4.4. Der nächste Schritt ist nun, die Endpunkte soweit zu verbessern, dass sie im zweiten Schritt ebenfalls in den Core integriert werden können. Genauere Informationen dazu gibt es im Post von Ryan McCue auf Make/Core.

oEmbed-Feature

Ab WordPress 4.4 wird es möglich sein, andere Seiten und Beiträge von WordPress-Seiten in die eigene Seite einzubinden. Neben der reinen Funktionalität wurden einige Funktionen und Hooks für Entwickler eingeführt. So kann beispielsweise mit get_post_embed_html() der komplette HTML-Code für das Einbinden eines Beitrags abgerufen werden. Das Template für die Ausgabe des eingebundenen Beitrags kann über die Hooks embed_head und embed_footer angepasst werden. Wenn ihr die Funktion abschalten wollt, könnt ihr euch das entsprechende Plugin installieren. Weitere Informationen hat Pascal Birchler auf Make/Core festgehalten.

Änderungen im Bereich Multisite

Auch für den Bereich Multisite gibt es einige Änderungen in WordPress 4.4. So wurde die WP_Network-Klassen eingeführt. Dadurch kann besser mit einem oder mehreren Netzwerken gearbeitet werden. Daneben wurden neue Aktionen und Filter eingeführt, beispielsweise invite_user, das direkt nach der Einladung eines Nutzers ausgeführt wird, noch vor dem Versand der Einladung. Alle Neuerungen im Detail gibt es im Beitrag von Jeremy Felt auf Make/Core.

Diverses

Docs

HelpHub

Im HelpHub-Meeting der Woche waren die Wireframes für den neuen Bereich das bestimmende Thema. Auch wenn noch nicht genau klar ist, wie die Inhaltsstruktur aussehen soll, möchten die Beteiligten nicht darauf warten, um mit den Wireframes zu starten. Wenn ihr mithelfen oder mehr Infos haben möchtet, schaut euch den Beitrag von Hugh Lashbrooke auf Make/Core an.

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